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Tuner Grand Prix 2010

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Die Nachricht, dass Techart und Cargraphic nicht aktiv an der 18. Ausgabe des Tuner Grand Prix teilnehmen, musste ich erst einmal verdauen. Beide Porsche-Tuner haben die Konkurrenz seit geraumer Zeit nahezu dominiert und machten das Rennen jeweils unter sich aus. Dieses packende Duell wird mir und bestimmt auch vielen Zuschauern heuer fehlen.

Für die Mitstreiter bietet diese Tatsache jedoch Hoffnung auf einen möglichen Gesamtsieg. Die Karten werden neu gemischt und bieten Stoff für neue und spannende Geschichten. Dieses Jahr verzeichnete der Tuner Grand Prix Stammtisch einige Bewegung. Alte gingen, einige blieben, neue kamen. Techart hat mit seinem Tuning-Programm genug zu tun. 911 Turbo, neuer Cayenne und neue GT-street Modele lassen dieses Jahr keinen Raum für weitere Aktivitäten.

Die Seriensieger sind dieses Jahr zu beschäftigt

Cargraphic hat ebenfalls einen strammen Dienstplan. Eine Woche zuvor hatte man mit einem 911 GT3 Cup einen respektablen 14. Gesamtrang beim 24h Rennen auf dem Nürburgring erzielt. Danach geht es mit dem Tourtaxi zu weiteren Events. Mitentscheidend war auch, dass Reifenpartner Dunlop keinen passenden Pneu parat hatte. Und diese sind wichtig. Wie so mancher Teilnehmer feststellen musste.

Auch Mercedes-Tuner Lorinser fehlte dieses mal. Dafür bereicherten Beispielsweise Geiger, Arden oder der flinke Yes-Roadster das Geschehen. Egal wie groß das Team sein mag, jeder gibt sein bestes. Maximaler Einsatz an allen Fronten. Die 560 PS starke Corvette von TIKT Performance Parts erlitt am Trainingstag einen Schaden am nagelneuen Dämpfer. Eine spontane 900 km Reise nach Holland und zurück sorgte für Ersatz. Leider lag das Auto danach überhaupt nicht mehr, wie Geschäftsführer und Pilot Tomislav Bodrozic später mitteilte. Hier einige Fahreindrücke aus dem Cockpit der TIKT Corvette:

Nicht alles läuft rund

Sie waren nicht die einzigen, bei denen nicht alles reibungslos lief. Alexander Wutzke, Chef und Fahrer von Importracing sollte mit seinem Nissan GTR gute Chancen auf einen der vorderen Plätze haben. Doch auch hier lief nicht alles rund. Vom Potential her, könnte es mit dem 580 PS Geschoss deutlich besser gehen. Die Porsche-Fraktion war dieses mal nicht ganz so zahlreich vertreten wie sonst. Wendland kam mit einem GT3 RS, Rothe mit dem GT2, Schmid Motorsport und THF-racing vertrauten ebenfalls auf GT3 Modelle.

In der großen GT Turbo Klasse waren es die Corvette von Geiger und der Heckgetriebene Audi R8 GT3-2 von MTM die sich um den Gesamtsieg Chancen ausrechneten. Doch da waren noch die drei KTM X-Bow, ebenfalls von MTM und ZaWo tec. Bereits im letzen Jahr fehlte Florian Gruber im X-Bow von MTM nur rund eine halbe Sekunde zur Bestzeit von Jörg Hardt im 700 PS Techart Porsche.

Sagenhafte Bestzeit: 1:06,705

Dieses Jahr hätten sich die Turbo Porsche ganz schön strecken müssen wenn sie Florian Gruber hätten schlagen wollen. Mit einer Durchschnittszeit von 1:07,080 katapultierte sich der KTM X-Bow Pilot an die Spitze. Gut eine Sekunde schneller als Jörg Hardt im letzten Jahr. Die absolut schnellste Runde lag sogar bei sagenhaften 1:06,705. Mit rund 2 Sekunden Abstand folgte der zweite KTM X-Bow von ZaWo tec. Patrick Simon ist nicht nur für seine lockeren Sprüche bekannt, nein er kann auch ordentlich Gas geben. Mit einer 1.09,784er Zeit kam er mit seiner Geiger-Corvette auf den 3. Platz. Zudem hatte er die Zeit und Nerven live aus dem Cockpit zu moderieren.

Bester Porsche im Feld, in den Händen von Porsche-Profi Timo Kluck, war der GT3 RS von Wendland. Mut zeigte Jaguar-Tuner Arden. Schön zu sehen, was so ein nobles Jaguar Cabrio kann. Mit einer 1:15er Zeit hatte der Arden-Jaguar zwar keine Chance auf den Gesamtsieg, aber brummte seinem direkten Konkurrenten, dem 660 PS starken Väth SL 600, immerhin drei Sekunden auf.

Appell an alle Tuner

Auch wenn dieses Jahr das Starterfeld etwas leerer wirkte, war es wieder mal eine tolle Veranstaltung von Sportauto. Die anschließende Driftchallenge und die Supersportwagen Ausstellung im Fahrerlager sowie viele Stände machten die Fans glücklich. Bestes Wetter, volle Tribünen, was will man mehr. Außer noch mehr Teilnehmer und Aussteller.

Für nächstes Jahr wird es schwer, Florian Gruber im KTM X-Bow von MTM zu übertreffen. Aber vielleicht schlagen ja Techart und Cargraphic wieder zurück. Was mir fehlt sind die Italiener. Einen Ferrari 458 Italia von edo Competition könnte ich mir gut vorstellen. Oder mal einen Lamborghini. Lassen wir uns überraschen.

 

Alle Ergebnisse auf Sportauto-online: http://www.sportauto-online.de/news/aktionstag-2010-sport-auto-tuner-grand-prix-hockenheimring-ergebnisse-1866031.html

Text und Bilder: Dirk Schmied

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