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Mazda CX-7 2.2 l MZR-CD Diesel

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Fahrbericht. Was lange währt, wird endlich gut. Mazda verpflanzt einen kräftigen und sparsamen Diesel in den sportlichen Crossover CX-7.

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Die sportliche Fraktion konnte sich bei Mazdas schicken SUV, dem CX-7, noch nie beschweren. War er äußerlich verspricht, hält er ohne wenn und aber ein. Fahrdynamisch Dürfte er in seiner Klasse ganz oben auf dem Treppchen stehen. Der 2,3 Liter Vierzylinder Turbo, aus dem 3er und 6er MPS, Mit seinen 260 PS und 380 Nm Drehmoment, gast er richtig an. Sogar auf der Piste macht das 1815 kg schwere Geschoss Laune.

So weit so gut. Das reizt jedoch nur ein gewisses Klientel. Der Wunsch nach einem kräftigen und sparsamen Diesel war schon lange ausgerufen. Der Benziner ist zwar mit angegebenen 10,4 l/100 km nicht übermäßig durstig, dies jedoch nur auf dem Papier. In der Praxis bei entsprechender Fahrweise läuft da schon deutlich mehr Sprit durch. Doch jetzt schiebt  Mazda endlich den Diesel nach, der wunderbar in dieses Auto passt. 7,5 l/100 km hören sich schon wesentlich entspannter an.

Der Diesel passt hervorragend zum CX-7

2.2 l MZR-CD Diesel lautet die sperrige Bezeichnung des Vierzylinder Direkteinspritzers, der die Euro-5-Norm erfüllt. 173 PS leistet das Triebwerk bei niedrigen 3.500 U/min. Das maximale Drehmoment von 400 Nm steht bei 2.000 U/min an. Reicht das aus um den Sportsgeist des CX-7 zu wahren? Zumal sich das Gewicht leicht erhöht. 1875 - 1940 kg, je nach Ausstattung, bringt die Dieselvariante auf die Waage. Oder ändert sich gar der Charakter des CX-7?

An der Karosserie und der Technik ändert sich grundsätzlich einmal nichts. Außer am Motor und die dadurch nötigen Anpassungen, eine andere Getriebeübersetzung und die höhere Anhängelast hat sich nicht viel geändert. Startet man den Motor, ist zumindest bei kaltem Aggregat nicht zu überhören, dass es sich um einen Diesel handelt. Sobald das Triebwerk warm gelaufen ist und etwas Fahrt aufgenommen wurde, muss man schon genau hinhören, woher die Musik kommt.

Kraft von unten raus

Mit 173 PS reißt der CX-7 zwar keine Bäume aus, doch zusammen mit dem bärigen Drehmoment reicht das, um im Alltag souverän nach vorne zu marschieren. Gegen den Benziner mit seinen 260 PS, sieht der Diesel jedoch kein Land. Mit 11,3 Sekunden auf 100 km / h ist er rund 3 Sekunden langsamer. In der Spitze ist der Unterschied nicht ganz so markant. 200 km/h zu 211 km/h für den Benziner. Mit gleichmäßiger Leistungsentfaltung und ohne Turboloch beschleunigt der Diesel besonders aus unteren Drehzahlregionen sportlich aus den Startlöchern.

Die Kraft wird erst einmal 100 Prozent über die Vorderräder übertragen. Wird mehr Traktion benötigt, gibt die aktive Drehmomentverteilung bis zu 50 Prozent an die Hinterräder weiter. Nasse oder schlechte Straßen stellen somit kein Problem dar. Wie der Benziner ist auch der Diesel ein sehr aktives Fahrzeug. Was der Porsche Cayenne bei den teureren SUV's ist, ist der CX-7 in seiner Klasse. Mit sehr wenig Seitenneigung umrundet er Kurven aller Art mit einer Leichtigkeit, die man ihm auf den ersten Blick nicht zutrauen würde. Einzelradaufhängung (vorne) und Multilenkerachse (hinten) tragen die sehr steife Karosserie flott um die Ecken.

19 Zöller in High-Line Ausstattung serienmäßig

Gut beißende Bremsen runden den sportiven Eindruck ab. Vorne wurden 320mm Scheiben und hinten sogar 325mm Scheiben verbaut. Unser Testwagen, der die höchste Ausstattungsstufe (High-Line) hatte, war mit schmucken 19 Zöllern mit Reifen in der Größe 235/55 ausgestattet. In den beiden unteren Ausstattungslinien gibt es 18 Zöller serienmäßig. Trotz aller Sportlichkeit bietet der CX-7 immer noch genügend Komfort. Aufs Treppchen kommt er in dieser Disziplin jedoch nicht ganz.

Der Innenraum präsentiert sich mit seiner weißen Lederausstattung in edlem Gewandt. Materialien und Verarbeitungsqualität gefallen. In der High-Line Ausstattung bleiben kaum Wünsche offen. Was das Platzangebot betrifft, werden hier keine neuen Maßstäbe gesetzt, aber für den Alltag reicht das Dicke. Vorne wie hinten ist ausreichend Platz. 455 - 1348 l beträgt das Kofferraumvolumen des schnittigen SUV's. Was noch fehlt ist der Preis. Ab 31,800 Euro starten die Preise für den CX-7.

Fazit:

Lieber spät als gar nicht. Der Diesel passt hervorragend zum CX-7, ohne dessen sportlichen Charakter zu beeinflussen. Die gebotene Leistung reicht allemal aus, um zügig voran zu kommen. Grundpreis und Verbrauch des schicken SUV werden einige Interessenten zum Umdenken animieren. Jetzt wird er nicht nur dem Papi gefallen, sondern auch der ganzen Familie. Meine jedenfalls, war begeistert.

 

Vielen Dank an das freundliche Autohaus Ivancan für die Bereitstellung des Testwagens. Mehr unter www.ivancan.de

 

Text. Dirk Schmied

Bilder: Tina Seifert / Mazda

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