Neben der IAA und dem Genfer Autosalon ist der Automobilsalon Paris, eine der wichtigsten europäischen Messen für Serienhersteller. In der 41. Ausgabe gab es wieder jede Menge Neuheiten zu präsentieren. Vom 04.-19. Oktober 2008 öffnete Paris seine Tore. Wir haben eine kleine Auswahl interessanter Neuzugänge zusammengestellt.
Alfa Romeo Brera ti. Als Spitzenmodell der Brera-Baureihe unterscheidet sich der ti durch Details wie beispielsweise ein strafferes Sportfahrwerk, 19 Zoll Felgen im Alfa 8C Design und eine größere Bremsanlage von Brembo. Zu erkennen an den roten Sätteln. Sitze, Applikationen und einige Zierrate deuten ebenso auf das Topmodell hin. Auf der Motorenseite werden der 2.2 JTS 4-Zylinder mit 185 PS und der 3.2 JTS V6 mit 260 PS angeboten.
Audi S4. Oh Schreck. Panik. Der neue Audi S4 hat nur noch 6 Zylinder und weniger PS. Kann denn das sein? Ja, und das Ganze macht sogar Sinn. Der neue 3.0 V6 mit Kompressor leistet zwar mit 333 PS etwas weniger als das Vorgängermodell, ist aber dennoch schneller. Die magische 100 km/h Marke erreicht er mit 5,1 Sekunden, eine halbe Sekunde eher. Zumal das Drehmoment mit 440 Nm höher und vor allem über ein größeres Drehzahlband anliegt als beim Vorgänger (410 Nm). Weitere Vorteile sind der um 27 % auf nun 9,7 l/100 km reduzierte Verbrauch. Weil der V6 einiges leichter ist als der V8, fördert diese die Gewichtsverteilung und somit das Handling des neuen S4. Das Gleiche gilt auch für den Avant, dessen Werte geringfügig über der Limousine liegen.
Audi RS6. Nach dem Avant präsentiert die quattro GmbH nun die Limousine. Die derzeit stärkste Serienlimousine der Welt, wird wie der Avant, von einem 5.0 Liter V10 Biturbo Motor angetrieben. 580 PS und 650 Nm Drehmoment lauten die eindrucksvollen Daten. Beschleunigungswerte von 4,5 Sekunden auf 100 km/h und 14,5 Sekkunden auf 200 km/h sind Werte, die sonst nur gestandene Sportwagen auf die Straße bringen. Politisch korrekt sollen 250 km/h reichen. Auf Wunsch regelt der Begrenzer auch bei 280 km/h ab.
Bentley Arnage Final Series. Zum Ende seiner Laufzeit spendiert Bentley eine auf 150 Exemplare limitierte Sonderserie des Arnage. In diesem Fahrzeug steckt alles drin, was Bentleykunden glücklich machen dürfte. Eine Ausstattung, die keine Wünsche offen lässt und ein Motor, der mit 507 PS so manchen Sportwagen in Verlegenheit bringt. Der Nachfolger wird kein leichtes Erbe antreten.
BMW 7er. Die Fünfte Generation des 7er soll es wieder richten. In letzter Zeit sind Audi A8 und Mercedes S-Klasse am BMW Flaggschiff vorbeigefahren. Der Neue wird die Latte mit Sicherheit auf die richtige Höhe legen. Mit vielen technischen Innovationen und 3 starken Motorvarianten, gilt es, die Kundschaft wieder nach Bayern zu holen. Zwei Benziner (R6 Biturbo mit 326 PS und V8 Biturbo mit 408 PS) und ein 6-Zylinder Diesel mit 245 PS machen den Anfang. Ob es einen Nachfolger für den V12 gibt, ist derzeit nicht bekannt.
Chevrolet Camaro. Vor kurzem noch als Studie gezeigt, feiert der Camaro in Paris seine Europapremiere. Das Design des 2+2 Coupés verbindet alte Stilelemente mit modernen Linien von heute. Musclecars wie der Camaro brauchen Schmackes. Und die hat er. 422 PS und 553 Nm leistet der 6.2 Liter V8. Gut, dass Traktionskontrolle und weitere Helferlein serienmäßig an Bord sind. Schalten lässt sich der Ami mit einem 6-Gang Getriebe. Wahlweise manuell oder automatisch.
Corvette ZR1. Was für ein Schock für die eingefleischten europäischen Supersportwagen. 647 PS, 824 Nm, 3,4 Sekunden auf 100 km/h, 330 km/h, und das alles für deutlich weniger Geld als für vergleichbare Autos in diesen Leistungsregionen. Erst Recht als GM-Entwicklungsingenieur Jim Mero die Nordschleife des Nürburgrings in einer Zeit von 7:26,4 Minuten umrundete.
Ferrari California. Von wegen kleiner Ferrari. Der California ist ein voll ausgewachsenes Prachtexemplar. Leistung, Technik und Preis lassen keinen Zweifel daran. 4.3 Liter V8 Direkteinspritzer, 460 PS, 485 Nm, Unter 4 Sekunden auf Hundert, 310 km/h Spitze. Dazu ein 7-Gang Doppelkupplungsgetriebe. Und ein Dach, das den California in rund 20 Sekunden vom Coupé zum Cabrio macht. Oder umgekehrt. Betörende Karosserie und dennoch voll Alltagstauglich. 340 Liter passen in den Kofferraum. Auf den Rücksitzen können sogar zwei Kinder oder weiteres Gepäck mitgenommen werden. Die Preise beginnen bei 176.200 Euro.
Ford Focus RS. Als käme er direkt von der Rallyepiste. So lieben ihn die Fans. Ford hat wieder einen heißen Kracher im Programm. Der Focus ST geht mittlerweile in der Reihe der kompakten Sportler etwas unter. 300 PS und 410 Nm aus einem 2.5 Liter Fünfzylinder Turbomotor, der ursprünglich von Volvo stammt. Eine neu entwickelte Vorderachse mit Sperrdifferential soll die Leistung Schlupfarm auf die Straße bringen. Anfang 2009 soll der RS zu haben sein.
Fornasari Gruppo B. Kleinserienhersteller Giuseppe Fornasari aus Italien präsentiert seine neueste Kreation. Der Gruppo B soll an die legendären Rallye Monster der 80er Jahre erinnern. Angetrieben wird das urige 1,5 Tonnen Allradgefährt von Corvette Motoren. In der Basisausführung dient ein 6.0 Liter V8 mit 500 PS als Kraftquelle. Topmotor ist ein 7.0 Liter V8 Kompressor mit 750 PS. Auf Wunsch soll sogar noch mehr drin sein. Dementsprechend lesen sich die Fahrleistungen. 0-100 km/h in 3,5 sec. Bis 200 km/h in unter 10 sec. Topspeed jenseits von 300 km/h. Preise sind nicht bekannt. Die gibt es nur auf Kundenanfrage.
Honda Legend. Hondas Nobel-Limousine Legend wurde für 2009 noch einmal überarbeitet. Der V6 Motor wächst von 3.5 auf 3.7 Liter. Die Leistung von 295 PS bleibt bestehen. Jedoch kommt das dem Drehmoment zu gute, welches über ein breiteres Drehzahlband nutzbar ist. Neue Sicherheitssysteme, das neue 5-Gang Automatikgetriebe, ein überarbeitetes Design, sowie weitere Verbesserungen zeichnen das vollausgestattete Modell aus. Der Preis für den Legend beträgt 57.200 Euro und ist ab Anfang 2009 erhältlich.
Lada Revolution 3. Mag komisch klingen, aber Lada präsentiert auf dem Pariser Autosalon tatsächlich einen Sportwagen. Der russische Markt für Luxusgüter boomt. Warum sollte man da nicht einen Sportwagen aus dem eigenen Land kaufen. Der 1,15 m flache Mittelmotorrenner hat einen 245 PS starken Zweilitermotor von Renault. 310 Nm Drehmoment, 5,9 Sekunden auf Hundert und 250 km/h lauten die Eckdaten. Sowie Allradantrieb und ein Gewicht von 1.013 kg. Preise und Verfügbarkeit sind noch nicht bekannt.
Lamborghini Estoque. Ohne lange Vorankündigung stand er da. Der viertürige Estoque. Die Studie zeigt, wie sich die Italiener einen Lambo für vier vorstellen. Scharf geschnittene Kanten und Ecken im typischen Style. Motor und Antriebsstrang stammen aus dem Gallardo. Es wird wohl auch über einen großen Turbo-Diesel nachgedacht. Der Estoque würde Lamborghini gut zu Gesicht stehen. Wenn der Startschuss fallen sollte, könnte es in etwa 4 Jahren los gehen. Ich könnte wetten, intern wird schon an der Serienversion gearbeitet.
Lotus Europa SE. Etwas größer als Elise und Exige gibt sich der Europa Alltagstauglicher als die kleineren Brüder. Dennoch ist der Europa ein kleines und spartanisches Auto. Aufgestiegen zum SE gibt es den rund 1000 kg leichten Sportwagen nun mit 225 PS. Die 200 PS Version bleibt bestehen. Anders als bei Elise und Exige kommen die Motoren nicht von Toyota, sondern von Opel. Der 2.0 Liter 4-Zylinder Turbo findet sich auch im Astra wieder. Allerdings nicht so kraftvoll und lautstark.
Maserati Quattroporte. Im September 2008 wurde die sportliche Limousine überarbeitet. Auf den ersten Blick nur von Kennern zu bemerken, veränderte sich das Design nur behutsam. Insgesamt gesehen wirkt der Viertürer jetzt dynamischer und frischer. Am leichtesten an den vertikalen Gittern am Kühlergrill zu erkennen. Innen wurde speziell die Mittelkonsole und das Multimediasystem verbessert. Zu dem bekannten 4.2 Liter V8 gesellt sich nun der 4.7 Liter V8 aus dem Gran Turismo S. Hier jedoch mit 430 PS. Bei einer ersten Testfahrt hat uns der neue Motor jedenfalls überzeugt, der kräftiger Antritt und noch sportlicher klingt ohne Aufdringlich zu wirken.
Mercedes S 400 BlueHYBRID. Im Sommer 2009 bring Mercedes-Benz sein erstes PKW-Modell mit Hybridantrieb auf den Markt. In Verbindung mit dem 3.5 Liter V6 Benziner (279 PS) und dem Hybridmodul (20 PS) ist man mit dem S 400 BlueHYBRID nicht nur flott, sondern auch sparsam unterwegs. 7,9 Liter auf 100 km gibt Mercedes als Verbrauch an. Leiser und schneller wird die Luxuslimousine dadurch auch. In den nächsten Jahren werden sicherlich E-Klasse und Kollegen nach und nach mit Hybridtechnik ausgestattet werden.
Mercedes S 600 Pullmann Guard. Das riecht nach Tradition. Bereits 1928 gab es den ersten Pullmann. Staatsoberhäupter & Co. wussten die Eigenschaften der Über-Limousine schon immer zu schätzen. Auf Basis des aktuellen S 600 wurde der Pullmann komplett neu aufgebaut und entsprechend umgerüstet. Mit über 6,35m ist der Pullmann länger als ein Maybach 62. Zum Schutz der Insassen wurde das Fahrzeug entsprechend präpariert. Gewehrprojektile, Handgranatensplitter oder andere Sprengsätze sollen ihre Wirkung verfehlen. Komfort und Fahrverhalten der 517 PS starken Limo soll erhalten bleiben.
Mercedes SLR McLaren Roadster 722 S. Auf 150 Exemplare limitiert, gehört der super-Roadster zu den exklusivsten Fahrzeugen auf dem Markt. Nicht nur die Leistung wurde gegenüber dem "normalen" SLR Roadster von 626 PS auf 650 PS / 820 Nm erhöht, sondern auch Fahrwerk und Aerodynamik verbessert. 3,7 sec. auf Hundert und 335 km/h Topspeed lauten die Eckdaten. Für 517.650 Euro ist der bei McLaren gebaute Roadster ab Januar 2009 lieferbar.
Opel Insignia. Kraftvoll und Elegant steht der Vectra Nachfolger in den Startlöchern. Am Anfang stehen sieben Motorvarianten zur Auswahl. Von 110 PS bis 260 PS. Der Insignia versprüht neuen Glanz und wird ganz sicher ein großer Erfolg werden. Sogar ein 8-Zylinder würde ihm gut zu Gesicht stehen.
Porsche Cayenne Transsyberia. Namensgeber ist die gleichnamige Rallye von Moskau nach Ulan (Mongolei), in der Porsche mit dem Cayenne das Geschehen beherrscht. Der Cayenne S bildet die Basis. Wobei der Motor mit 405 PS und 500 Nm Drehmoment dem des Sportmodells GTS gleicht. Ebenfalls aus dem GTS, stammt die 15 Prozent kürzere Achsübersetzung, die für bessere Beschleunigungswerte sorgt. 6,1 sec. auf Hundert anstatt 6,6 sec. wie beim Serien Cayenne S. Ab Januar 2009 gibt es den Rallye-Cayenne für 77.558 Euro.
Porsche Boxter S Design Edition 2. Auf 500 Exemplare limitiert ist dieses Sondermodell in Carreraweiß, dessen 3.4 Liter Sechszylinder eine Stärkung von 295 PS auf 303 PS erfährt. Im Vordergrund stehen jedoch die vielen kleinen Designmerkmale, die den Boxter von seinen Serienbrüdern unterscheidet.
Porsche Cayman S Sport. Wie beim Boxter S wurde die Leistung des Cayman S auf 303 PS angehoben. Das serienmäßige Porsche Active Suspension Management (PASM) mit um zehn Millimeter tiefergelegtem Fahrwerk, die 5mm Distanzscheiben und die 19-Zoll-SportDesign-Räder dienen zur Verbesserung der Fahrdynamik. Bestellt werden, können die auf 700 Exemplare limitierten Cayman, unter anderem in den GT3-Farben orange und grün. Modellbezeichnungen an den Flanken, schwarze Felgen sowie weitere Details machen das Sondermodell aus.
Renault Mégane Coupé. Heimspiel für die Franzosen. Die dritte Generation des Coupés wird ab Januar 2009 beim Händler stehen und dann gegen VW Scirocco und Co. antreten. Los geht es bei 19.500 Euro mit dem 1.6 und 110 PS. Mehr geht dann beim 2,0 Liter mit Turbo und 180 PS. Im Frühjahr 2009 soll eine besonders sportliche Variante mit 250 PS das Angebot bereichern. Auch Dieselfans kommen nicht zu kurz. Zwischen drei Varianten von 106 bis 160 PS kann gewählt werden.
Saab 9-X Air Concept. Die Studie zeigt, wie sich Saab ein zukünftiges Cabriolet vorstellt. Der Viersitzer beherbergt einen Hybridantrieb, welcher mit Biokraftstoffen betrieben werden kann. Der 1.4 Liter Turbomotor leistet 200 PS und beschleunigt das Cabrio in 8,1 Sekunden auf Tempo 100. Mit geringen 107 Gramm CO2-Ausstoß ist Saab auf der Grünen Seite.
Seat Ibiza Cupra. Wenn Seat einen Cupra bringt, spitzen Fans die Ohren. Auch die neueste Generation des Ibiza gibt es wieder als sportlichen Cupra. Äußerlich durch reichlich Spoiler flankiert, wissen auch die inneren Werte zu glänzen. Der leichte und starke 1.4 Liter 4-Zylinder mit Doppelaufladung erreicht im Cupra 180 PS. Mit dem 7-Gang Doppelkupplungsgetriebe (DSG) werden die Gänge blitzschnell eingelegt.
Venturi Volage. Noch vor einigen Jahren war Venturi für seine Sport- und Rennwagen bekannt. Mittlerweile beschäftigt sich der Hersteller aus Monaco hauptsächlich mit Elektrofahrzeugen. Ihr neuestes Modell ist der Volage. Zusammen mit Michelin entwickelte man die „Active Wheel Technology“. In jedem Rad sind zwei Elektromotoren verbaut, die jeweils für Antrieb und Federung eingesetzt werden. Der nötige Strom kommt von Polymer-Lithium-Batterien. Zusammen leisten die Motoren knapp 300 PS. Der 1.075 kg leichte Sportwagen soll in unter 5 Sekunden auf 100 km/h beschleunigen und 150 km/h Höchstgeschwindigkeit erreichen. In etwa vier Jahren soll der Volage in einer Kleinserie gebaut werden.
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