Die Karbonrevolution.

Die jüngst veröffentlichten offiziellen Bilder lassen keinen Zweifel aufkommen. Die Entwicklung des BMW Megacity, des ersten in Serien produzierten PKW mit einem Chassis vollständig aus Karbon laufen auf Hochtouren. Der Marktstart ist für das Jahr 2013 geplant. Autos-Pur.de liegen die ersten Eckdaten vor.
Leistung über 136PS
Rein optisch ist der Megacity einfach nur ein normales Auto, welches seinen Passagieren keinerlei Kompromisse abverlangt. Etwas größer als der Mini aber nicht so lang wie der BMW 1er bietet das E-Mobil Platz für 4 Personen und einen vollwertigen Kofferraum. Der Antrieb erfolgt über einen mehr als 136PS starken Elektromotor im Heck. Die gut 300kg schweren Batterien sitzen im Unterboden des Fahrzeugs.
Niedriges Gewicht trotz Batterien
Dank dem Karbonchassis soll das BMW Megacity trotzdem nicht mehr wiegen als ein herkömmlicher Kompaktwagen mit Verbrennungsmotor. Mit etwa 1400kg dürfte der Kompaktwagen eine fulminante Beschleunigung ermöglichen. Der sprichwörtlichen „Freude am Fahren“ dürfte somit auch dank des extrem niedrigen Schwerpunktes nichts im Wege stehen. Eine Variante mit Range Extender wird ebenfalls diskutiert.
Gemeinschaftswerk mit SGL Carbon
Gespannt darf man sein, zu welchem Preis BMW den unter Strom stehenden Flitzer anbieten wird. Immerhin kostet jedes Kilo Karbon aktuell in der Herstellung gut 15-mal mehr als Stahl. Die Herstellung ist zudem extrem energieaufwendig. BMW hat hierfür extra ein Gemeinschaftswerk mit dem Spezialisten SGL Carbon gegründet. Der zur Fertigung benötigte Strom soll ausschließlich aus Wasserkraftwerken stammen.
Eigene Marke nur für Elektroautos
Als BMW wird der Stadtflitzer übrigends nicht verkauft werden. Die Münchener wollen eine neue Marke einführen, die allein Elektroautos anbietet. Ein direktes Gegenstück zum amerikanischen Vorbild Tesla. Bleibt zu hoffen, daß die bei der Entwicklung und Herstellung gewonnen Erkenntnisse auch anderen Modellen der Münchener zu Gute kommen. Vielleicht sehen wir dann aus auch einen Sportwagen vollständig aus Karbon. Dann allerdings bitte mit einem Verbrennungsmotor als primäres Triebwerk.
Text: Martin Englmeier
Bilder: BMW
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