Bereits die Corvette Z06 hat die europäische Konkurrenz ins Schwitzen gebracht. Und das nicht nur auf gerader Strecke, sondern auch bei Tests auf Rennstrecken konnte sie mehr als überzeugen. Vom Preis ganz zu schweigen.
Jetzt legen die Amis noch mal einen drauf. Ende des Jahres kommt die Über-Corvette in einer limitierten Anzahl zu uns. Mit 647 PS bei 6.500 U/min und 819 Nm Drehmoment spielt sie aber in einer anderen Liga wie die Z06. Die neuen Gegner heißen jetzt Ferrari 599 GTB Fiorano und Lamborghini Murciélago LP 640.
6,2 Liter V8 Kompressor
Der LS9 Small-Block V8 Motor hat im Gegensatz zur Z06 zwar nur 6,2 Liter anstatt 7,0 Liter, dafür wird das Triebwerk von einem neu entwickelten, großen Eaton Kompressor unter Druck gesetzt.
Nicht nur die pure Leistung stand auf dem Lastenheft, sondern auch die Fahrbarkeit. GM Group Vice President Tom Stephens sagt: „Der LS9 demonstriert einen herausragenden Leistungsbereich mit gleichmäßiger Fahrbarkeit bei niedrigen Geschwindigkeiten und souveräne Performance, wenn der Kunde mehr Leistung wünscht“.
Bei 3.000 U/min liegen bereits knapp über 300 PS an. Bei 1.000 U/min drücken schon über 400 Nm auf die Kurbelwelle. 90 Prozent des Spitzendrehmoments produziert der Motor im Bereich von 2.600 U/min bis 6.000 U/min.
Nur mit 6-Gang Schaltgetriebe erhältlich
Zurzeit wird für die ZR1 nur ein 6-Gang Schaltgetriebe angeboten. Eine Automatik, die das hohe Drehmoment übertragen kann, gibt es derzeit nicht. Das Tremec TR6060 genannte Getriebe ist mit einem Zweischeibenkupplungssystem ausgestattet. Gute Schalteigenschaften und Resistenz gegen hohes Drehmoment sollen gewährleistet werden. Die Höchstgeschwindigkeit wird im Gegensatz zu den beiden Brüdern C6 und Z06 im sechsten Gang erzielt, und liegt bei 330 km/h
Fahrwerkstechnisch wurde das Aluchassis von der Z06 übernommen und verfeinert. Das elektronisch gesteuerte Fahrwerk sorgt allseits für die optimale Dämpfereinstellung. Stärkere Stabilisatoren für weniger Seitenneigung.
Erstmals Carbon-Keramik Bremsen
Premiere in einer Corvette feiert die Carbon-Keramik-Verbundbremsanlage. Mit 6 Kolben und 394mm Bremsscheiben vorne und 4 Kolben und 380mm Scheiben hinten, ist man auf der sicheren Seite.
Für den nötigen Grip ist Michelin verantwortlich. Die speziell für die ZR1 gebackenen Reifen Pilot Sport 2 kommen in den Größen 285/30 ZR 19 (vorne) und 335/25 ZR 20 (hinten) zum Einsatz.
Um das Gewicht der ZR1 niedrig zu halten, kam man um den Einsatz von Carbon nicht herum. Kotflügel, Dach, Front- und Heckspoiler sind aus dem leichten und festen Material gefertigt. Aus Kohlefaser ist auch die Motorhaube incl. Fenster für den Motor. Mit 1.519 kg liegt sie damit deutlich unter den schwereren Italienern. Das Leistungsgewicht beträgt gerade einmal 2,45 kg/PS. Für ein besseres Handlich wurde die Gewichtsverteilung weiter verbessert. Der Motor konnte tiefer im Motorraum angebracht werden. Die Batterie wandert in den Kofferraum nach hinten.
Drinnen geht es Corvette-Typisch zu. Extra zu erwähnen sind die Sportsitze, das Sportlenkrad, die Ladedruckanzeige und der Tacho bis 370.
Preislich soll die ZR1 etwa bei 136.000 Euro liegen.
Text: Dirk Schmied
Bilder: Corvette
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