Es wurde viel spekuliert. Wie sieht er aus? Was kann er? Besonders um den Name des jüngsten Sprosses gab es einige Unklarheiten. Die Meisten tippten auf Dino oder F149. Mit California hat wohl keiner gerechnet.
Mit 460 PS bei 7500 U/min ist der 4,3 Liter V8 (Benzindirekteinspritzung) nicht weit vom 490 PS starken F430 entfehrnt. Da der F430 demnächst durch ein neues Modell mit deutlich mehr Leistung ersetzt wird, relativiert sich das. Neu beim California ist, dass ein V8-Motor erstmals nicht als Mittelmotor, sondern als Frontmotor platziert wird. Zwecks besserer Gewichtsverteilung wird das ebenfalls neue 7-Gang Doppelkupplungsgetriebe im Heck des Wagens untergebracht (Transaxle-Bauweise).
Traktionskontrolle F1-Trac aus dem 599 GTB Fiorano
Die aus dem Ferrari 599 GTB Fiorano entliehene Traktionskontrolle F1-Trac soll helfen, den California in unter 4 Sekunden auf 100 km/h zu beschleunigen. Für ein Auto dieser Leistungsklasse wäre dies ein sensationeller Wert. Was auf ein geringes Gewicht schließen lässt. Es sind zwar bisher noch keine Angaben bekannt, aber 1.400 - 1.500 kg dürften es sein. Karosserie und Fahrwerk bestehen aus leichtem Aluminium.
Diskussionen über Umwelt und CO2-Ausstoß werden auch in Maranello geführt. Über die Trinksitten des California wissen wir zwar noch nichts, aber mit 310g pro Kilometer Co2-Ausstoß, liegt man bei den Besten in dieser Klasse. Zu den Besten, dürften auch die Carbon-Keramik-Bremsen gehören, welche Bremsenspezialist Brembo beisteuert.
Roadster und Coupé in einem
Konzeptionell ist der Ferrari California ein 2+2 Sitzer. Was in er Praxis jedoch kaum der Fall ist. Denn hinten passen nicht einmal kleine Kinder rein. Man muss das eher als zusätzliche Ablagefläche sehen. Neu ist auch das automatische Klappdach, wodurch der California einerseits Roadster und andererseits Coupé sein darf.
Ferrari wird bis zur Präsentation auf dem Pariser Automobilsalon (4.-19.10.08) Stückchenweise Informationen rauslassen. Vom 03.-05.10.08 sind auch die Ferrari Racing Days auf dem Nürburgring. Dort wird man zum ersten Mal den kleinen Ferrari in Aktion sehen. Und wer ca. 165.000 Euro übrig hat, kann auch gleich einen bestellen.
Text: Dirk Schmied
Bilder: Ferrari
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