Schnellster offener Ferrari aller Zeiten.

Wenn man was zu feiern hat, soll man für gewöhnlich ein Sondermodell heraus bringen. So zumindest bei Ferrari. Anlass zum Feiern gab der 16. Konstrukteurs-Titel in der Formel 1. Die Fahrer-WM hat Felipe Massa nach einem Herzschlagfinale nur knapp verpasst. Die Präsentation des Scuderia Spider 16M fand im Rahmen der World Finals in Mugello statt.
Der Name Scuderia verrät, dass es sich um eine besonders scharfe Version des F430 Spider handelt. Wie schon beim Coupé, kommt auch in der offenen Variante, der 510 PS starke 4.3 Liter V8 zum Einsatz. Extreme Drehfreude, spontanes Ansprechverhalten und gleichmäßiger Schub zeichnen den mit maximal 470 Nm Drehmoment sehr potenten Motor aus. Sound und Lautstärke werden im Spider sicher nochmals Eindrucksvoller geraten, als dies beim Coupé ohnehin schon ist.
80 Kilo leichter als der normale F430 Spider
Gegenüber dem Serienmodell wurde beim 16M 80 Kilo abgespeckt. 1.340 kg bringt der auf 499 Exemplare limitierte Spider jetzt auf die Waage. Was ein hervorragendes Leistungsgewicht von 2,6 kg/PS ergibt. Die in Fiorano erzielten Rundenzeiten belegen, dass der Scuderia Spider 16M der schnellste offene Ferrari aller Zeiten ist. Der Standardsprint auf Hundert wird in 3,7 Sekunden erledigt (Serie 4,3 Sekunden). Und auch die Höchstgeschwindigkeit wächst um 5 km/h auf nun 315 km/h.
Technisch und Fahrdynamisch ist alles an Bord, was gut und teuer ist. Ein elektronisches Fahrwerk, das elektr. Sperrdifferenzial mit Traktionskontrolle, die blitzschnelle 6-Gang F1-Schaltung und Keramik-Bremsscheiben hinter 19 Zoll großen Rädern (vorne 235/35 / hinten 285/35 - Pirelli PZero Corsa). Bereits die geschlossene Variante zeigte, dass man auf der Landstraße oder Rennstrecke, kaum einen Gegner fürchten muss.
Standardfarbe ist Schwarz
Standardfarbe des Sondermodells ist nicht wie gewohnt Rot, sondern Schwarz, mit grauer Innenausstattung. Rot und Gelb gibt es als Tricolore Variante mit Streifen in der italienischen Landesfarbe. Weitere Unterschiede sind die Überrollbügel mit Karbon-Umhüllung, die Plakette am Heckgrill und die Plakette über den Lüftungsdüsen im Innenraum, die auf die limitierte Stückzahl hinweist. Ebenso gibt es ein neues Audiosystem, das mit dem Ferrari-iPod kombinierbar ist.Die Auflage von 499 Stück wird bestimmt schnell vergriffen sein, wenn sie es nicht schon ist. Preise sind zu diesem Zeitpunkt noch nicht bekannt. Werden sich jedoch vermutlich im Bereich von ca. 225.000 - 250.000 Euro bewegen. Wenn Ferrari bei jedem Titel ein solches Sondermodell heraus bringt, halte ich nächstes Jahr bestimmt zu den Roten.
Text: Dirk Schmied
Bilder: Ferrari
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