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Hulme CanAm Supercar

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Ein Supersportwagen aus Neuseeland. Und was für einer.

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Neuseeland ist nicht unbedingt ein Land, das man mit Sportwagen in Verbindung bringt. Doch es gibt dort einen. Er wird so schnell sein, dass viele eingesessenen Supersportler aus der ganzen Welt gegen ihn alt aussehen werden. Aber kein Grund zur Panik. Er wird wohl nicht in irgendwelchen Statistiken oder Verkaufzahlen auftauchen. Mit insgesamt nur 20 Einheiten eher ein Fall für ein paar wenige Liebhaber.

Es sind aber genau diese Autos, die uns immer wieder ganz besondere Freude bereiten. Faszinierende Exoten die sich weit von der Masse abheben. Im Falle des Hulme CanAm Supercar sehr weit sogar. Ich denke, mit dem Namen Hulme werden wohl eher die etwas älteren Leser etwas anfangen können.

Zu Ehren von Denny Hulme

Das Auto wurde zu ehren des verstorbenen Formel 1 Fahrers und einzigen Champions aus Neuseeland Denis Hulme benannt. Hulme hatte 1967 auf Brabham die Formel 1 Weltmeisterschaft gewonnen. 8 Siege errungen und 112 GP bestritten. Er gewann auch 1967 den Großen Preis von Deutschland auf dem Nürburgring. Nach seiner Formel 1 Karriere betritt er einige Tourenwagen Rennen. Am 04.Oktober 1992 erlitt er in Australien während eines Rennens in einem BMW M3 einen Herzinfarkt. Das Auto konnte er noch abbremsen. Als die Streckenposten eintrafen, war er bereits tot.

Soweit zur Geschichte. Hulme Supercars Limited stellt einen extremen Roadster auf die Räder, der stark an einen Formel Rennwagen erinnert, und nun zu bestellen ist. Bei nur 20 Exemplaren gilt es frei nach dem Motto: wer zuerst kommen, mahlt zuerst. Hulmes Sportwagen geisterte schon ein paar Jahre in der Presse herum. Die hier abgebildete endgültige Version wird ab Herbst 2011 ausgeliefert.

Leistungsgewicht nur 1,6 kg/PS

Die Kunden erwartet ein kompromissloses Sportgerät. Rein Fahrdynamisch verspricht der Hulme CanAm Supercar eine ähnliche Performance an den Tag zu legen wie etwa der KTM X-Bow. Nur mit deutlich mehr Leistung. Das Chassis besteht nahezu komplett aus Carbon. Somit wiegt das komplette Fahrzeug gerade einmal 980 kg. Nicht viel. Denn das beinhaltet auch den großen 7,0 Liter V8 aus der Corvette (LS7), der hier stolze 612 PS und 600 Nm Drehmoment an die Hinterräder weiter leitet.

Mit einem Leistungsgewicht von lediglich 1,6 kg/PS steht der Hulme CanAm Supercar ganz oben in der Nahrungskette. Die angegebenen Fahrleistungen von 3,5 Sekunden für den Sprint von Null auf Hundert und die V/max von über 320 km/h hören sich mehr als glaubhaft an. Front und Heckspoiler, sowie der Unterboden dürften für eine vorzügliche Haftung der 19 (vorne) und 20 (hinten) Zoll großen Räder sorgen. Diesbezüglich gibt es jedoch noch keine Informationen.

Für die Rennstrecke ausgelegt

Technische Einzelheiten sind bisher nur recht begrenzt veröffentlicht. Bekannt ist, dass der 4,17m lange und 1,10m hohe Mittelmotor-Roadster ein manuelles 6-Gang Getriebe haben wird. Optional ist auch von Schaltpaddels bzw. einem sequentiellen Getriebe die Rede. Fahrwerk und Bremsen wurden für den Einsatz auf der Rennstrecke konzipiert.

Der Hulme CanAm Supercar kostet rund 410.000 Euro. Wer einen haben möchte, muss knapp 12.000 Euro anzahlen. Beim Goodwood Festival of Speed 2011 können die Interessenten das Auto dann Probe fahren. Bei Nichtgefallen wird die Anzahlung garantiert wieder zurückgezahlt. Ist der Kunde jedoch überzeugt, gibt es zwei Business Flugscheine nach Neuseeland inklusive einer 1wöchigen Unterkunft. In dieser Zeit wird in Auckland das Auto dem Fahrer angepasst. Diverse Einstellungen und Wünsche können dann noch einfließen. Bei Testfahrten auf der Straße und Rennstrecke soll jeder sein persönliches Setup finden. Im Preis inbegriffen ist auch ein Originalgetreues 1:8 Modell des gekauften Autos.

Was das Auto tatsächlich zu Leisten vermag weis man noch nicht. Wenn die Jungs aus Neuseeland ihre Hausaufgabe ordentlich gemacht haben, könnte das ein richtiger Kracher werden. Greeta Hulme, die Witwe des verstorbenen Weltmeisters ist jedenfalls mächtig stolz. www.hulmesupercars.com


Text: Dirk Schmied
Bilder: Hulme Supercars

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