V12 Edelcoupé aus Marokko.
Zugegeben, ein Neuheit ist der Laraki Borac nicht mehr. Seine Präsentation fand bereits im März 2005 auf dem Genfer Automobilsalon statt. Doch die wenigsten werden ihn kennen oder zumindest nicht viel über dieses exotische Fahrzeug wissen. Grund genug um etwas Licht auf das seltene Coupé aus Afrika zu werfen.
Der Marokkaner und studierte Designer Abdesalam Laraki gründete 1986 die Firma Laraki Design. Das Designstudio spezialisierte sich Anfangs auf das Entwerfen von Bestecken, Porzellan und Glaswaren. Und ursprünglich Sportboote. Der König von Bahrain soll angeblich ein Stammkunde sein. Konkrete Aktivitäten zum Thema Automobil begannen 1999. Er setzte sich mit verschiedenen Automobilherstellern zusammen, um seine Vorstellungen in die Tat umzusetzen. Nach monatelangen Gesprächen blieb nur noch Lamborghini übrig.
Von Lamborghini- auf Mercedes-Motoren
2002 war es dann soweit. Das erste Modell wurde vorgestellt. Der Fulgura, ein rassiger Sportwagen mit Lamborghini V12 und 720 PS im Rücken. Später wurde die Technik auf Mercedes V12 Triebwerke umgestellt. Das zweite Modell des Marokkaners, der Borac, ist mehr ein Sportcoupé mit langer Motorhaube und zwei kleinen Rücksitzen. Kürzer als Beispielsweise ein Maserati Gran Turismo, aber auch breiter und flacher (4625/1990/1260). Der Radstand beträgt 2600 mm.
Ein kraftvolles Design benötigt einen ebensolchen Motor. Der stammt von Mercedes und leistet 540 PS sowie 750 Nm Drehmoment. Der 6.0 Liter V12 Saugmotor beschleunigt den Borac in 4,5 Sekunden auf Hundert und erreicht 310 km/h Höchstgeschwindigkeit. Mit einem Trockengewicht von 1.500 kg halten sich die Pfunde für diese Fahrzeuggattung in Grenzen. Was sich in einem respektablen Leistungsgewicht von 2,8 kg/PS niederschlägt.
Made in Casablanca
Die Kraft des Mercedes-Motors wird über ein manuelles 6-Gang-Getriebe auf die Hinterräder übertragen. Der Borac trägt 20 Zoll. 265/35 vorne und 290/35 hinten. Genügend Platz für die 355 und 320 Millimeter messenden Bremsscheiben. Nachdem die Nachfrage nach den in Casablanca produzierten Fahrzeugen stetig gewachsen ist, hat Abdesalam Laraki die Firma Laraki Automobiles gegründet, und konzentriert sich seit dem nur noch auf seine Autos. Dennoch bleiben Fulgura und Borac immer noch absolute Raritäten.
Was so ein Borac kostet, ist leider nicht genau bekannt. Laraki macht darüber keine Angaben. Es war etwas über einen Betrag von 300.000 Euro zu lesen. Wie auch immer, ein billiges Vergnügen wird es jedenfalls nicht sein einen Laraki Borac sein Eigen nennen zu dürfen. Dafür ein Exklusives.
Text: Dirk Schmied
Bilder: Laraki
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