
Noch nicht gehört? Dann wird sich das jetzt ändern. Denn was der Schweizer Rolf Wyss auf die Beine gestellt hat, ist rekordverdächtig.
Bei einem Blick auf die Leistungsdaten dürfte sogar Häuptling Bugatti ins Schwitzen geraten. Der 4.7 Liter V8 Kompressor wird von keinem geringeren als von Koenigsegg beigesteuert. 800 PS und 910 Nm Drehmoment sind für sich gesehen schon eine Hausnummer.
Aber jetzt kommt’s. Das ganze Teil wiegt nur 812 kg! Ergibt ein Leistungsgewicht von 1 kg/PS. (der Veyron hat 1,9 kg/PS). Außer dem Caparo T1 fällt mir auf Anhieb keiner mehr ein, der ein solches Leistungsgewicht vorweisen kann. Die Beschleunigung muss also entsprechend brutal sein.
Mit Rennreifen in 2,5 Sekunden auf Hundert
3,0 Sekunden auf Hundert (mit Rennreifen 2,5 sec.). Bei 370 km/h ist Schluss. Wahrscheinlich ginge noch mehr, aber die komplett aus Kohlefaser gefertigte Karosserie muss auch entsprechend Abtrieb erzeugen, wenn man damit in LeMans konkurrenzfähig sein möchte. Mit wenigen Änderungen kann der Leblanc Mirabeau dann für den Rennbetrieb zugelassen werden. So das Ziel seiner Erbauer.
Straßenzulassung ist kein Problem
Das Thema Straßenzulassung dürfte kein Problem sein. In der Schweiz ist er jedenfalls schon zugelassen, und verunsichert im Umkreis von Wetzikon die braven Einwohner. Die Firma Wysstec hat bereits vor einigen Jahren schon einmal einen LeMans-Renner gebaut. Den Leblanc Caroline. Ein geschlossenes Exemplar mit 512 PS 4 Zylinder Turbo.
Wysstec arbeitet für verschiedene Hersteller im Prototypenbau und Engineering. So auch für Sauber und AMG. Wenn das mal keine Visitenkarte ist. Das Bastelbuden-Image dürfte somit wegfallen. Fehlt noch der Preis. Der ganze Spaß kostet 543.000,-- Euro. Im Vergleich zu anderen irgendwie nicht zu viel für einen Rennwagen mit Straßenzulassung und solchen Fahrleistungen. Von der Exklusivität ganz zu schweigen.
Text: Dirk Schmied
Bilder: Leblanc
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