
Er ist schnell und er ist günstig. Diese Kombination bekommt man selten, doch der neue Nissan 370Z vereinigt sie gerade zu problemlos. Ab Juli 2009 steht die neue Rennsemmel aus Japan bei den Händlern bereit, und löst den Vorgänger 350Z ab.
Er bietet viel, für vergleichsweise wenig Geld: 331 PS und ein Einstiegspreis von 38.690 € sind eine echte Kampfansage an die Konkurrenz aus München, Zuffenhausen und Ingolstadt. Der Neue „Z“ wirkt von außen jetzt noch agiler und athletischer als sein Vorgänger. In Höhe und Länge hat er zwar etwas verloren, dafür aber in der Breite gewonnen, so wirkt der schnelle Japaner noch bulliger.
Gefälliges Design
Sein großer Lufteinlass an der Front wirkt wie ein riesiges Maul, was nur darauf wartet die Straße zu verschlucken. Schönes Design bieten auch die Scheinwerfer. Die ums Eck gehenden „Augen“ unterstreichen nochmals seine Sportlichkeit. Die Motorhaube ist insgesamt länger und schlanker als bei seinen Vorgängern und das Dach fällt sehr schön zum Heck hin ab, welches mit einem kleinen Spoiler versehen ist.
Auch im Innenraum setzt Nissan wieder Akzente, wie zum Beispiel mit den drei Rundinstrumenten auf dem Armaturenbrett oder mit dem, wie bei Porsche vom Lenkrad aus links angebrachten Zündschloss. Gestartet wird allerdings auf der rechten Seite des Lenkrades mit einem Start-Button. Leider ist das Lenkrad nicht nach vorne hin, sondern nur in der Höhe verstellbar.
331 PS aus nun 3,7 Liter Hubraum
Mit 235 Liter Kofferraumvolumen und der jetzt fehlenden Domstrebe - dank zusätzlicher Versteifungen am Unterboden - lässt sich das Gepäckabteil besser nutzen. Kleinere Einkaufstouren sind also kein Problem. Unter der Motorhaube schlummert eine Weiterentwicklung des 3,5 Liter Motors aus dem 350Z. Durch den neuen 3,7 Liter Motor mit 6 Zylindern stieg die Leistung auf 331 PS und das Drehmoment auf 366 Nm. Abgeregelte 250 km/h wie beim Vorgänger, und 5,3 Sekunden auf Hundert, sind das Ergebnis.
Schon bei niedrigen Drehzahlen soll es ordentlich voran gehen. Über das gesamte Drehzahlband bis maximal 7500 Touren verspricht Nissan eine gleichmäßige Leistungsentfaltung. Durch den Einsatz leichterer Materialien, wie z.B. Aluminium für Türen, Motorhaube, Heckklappe und Aufhängungsteile, lassen sich immerhin 32 Kilo zum Vorgänger einsparen. Die Karosserie ist zugleich um 30 Prozent steifer geworden. Ein absolutes Highlight des neuen Nippon-Sportlers ist die 6 Gang Schaltung mit optional erhältlichem SRC System.
Raffinierte 6-Gang Schaltung
Dieses System gibt beim Herunterschalten automatisch etwas Zwischengas, damit der Einkupplungsvorgang ruckelfrei geschehen kann und die Motorbremse nicht dazwischen funkt. So kommen auch ungeübte Fahrer mit dem Nissan sehr gut zurecht und können sich so gut auf die Straße Konzentrieren. Wer lieber selber Herr über den Wagen sein will, kann das System problemlos per Knopfdruck ausschalten.
Erstmals wird es auch eine Automatikversion des 370Z in Europa geben. Die 7 Gang Automatik verfügt ebenfalls über das SRC System und arbeitet sehr komfortabel. Akustisch soll der Neue erst ab 3000 Umdrehungen richtig zur Geltung kommen. Die neue Abgasanlage ist wegen ihrer gradlinigen Ausführung um 1,4 Kilo leichter geworden.
Mehr Fahrdynamik
Fahrdynamisch legt der 370Z nochmals eins drauf. Ein um 100mm kürzerer Radstand, eine größere Spurweite (vorne 15mm / hinten 55mm), eine neue Vorderachse (Doppelquerlenker) und die überarbeitete Hinterachse (Multilink-Hinterachse) sorgen für mehr Agilität. Bei einer Gewichtsverteilung von 53:47 Prozent wird das Kurvenräubern zum reinsten Vergnügen.
Die Verringerung der ungefederten Massen und Serienmäßige 18 Zöller (225/50 R18 vorne und 245/45 R18 hinten) mit speziell entwickelten Reifen von Yokohama sorgen für mehr Grip. Optional gibt es größere 19 Zöller. Größer dimensionierte Bremsen helfen, das Temperament im Zaum zu halten. 355mm vorne und 350 mm hinten sind im Vergleich zum Vorgänger mit 324 mm eine deutliche Steigerung.
Preis/Leistung stimmt
Der Preis des 370Z ist wieder einmal nicht zu schlagen. Die Basisversion liegt bei 38.690€, doch nach Einschätzung von Nissan werden sich wohl 94% der Käufer für die Vollausstattung „Pack“ die bei 41.190€ liegt entscheiden. Diese bringt unter anderem Extras mit wie beheizbare Ledersitze, Tempomat und Bose-Soundsystem.
Wer bis Juli nicht mehr warten kann und schon vorher eine Probefahrt mit dem neuen Nissan 370Z absolvieren möchte kann dies im neuen Videospiel der Need for Speed reihe tun. Im aktuellen Teil „Need for Speed Undercover“ kann man schon Jetzt mit dem neuen „Z“ durch Amerikas Städte rasen.
Text: Tobias Cawein
Bilder: Nissan
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