Batman's Traumwagen.

Welcher Hersteller trat in LeMans erstmals mit einem Hybridfahrzeug an? Toyota, Honda, Porsche, Lotus oder gar Ferrari? Alles falsch. Bereits 1998 startete Panoz den wenig erfolgreichen Versuch mit dem Esperante GTR-1 Q9. Doch diese historische Anekdote ist nur ein Beispiel für die Innovationskraft des sehr kleinen Sportwagenherstellers aus Georgia in den USA, dessen Erfolgsgeschichte mit der berühmten Rennstrecke an der Sarte untrennbar verbunden ist. Mit dem jüngst vorgestellten Abruzzi Spirit of Le Mans stellen die Amerikaner ihre Kreativität wieder unter Beweis.
600PS auf 1500kg
Die Eckdaten klingen vielversprechend: 600PS und 800NM aus einem kompressorgeladenen 6.2l V8 auf Corvette Basis. Das Gewicht soll bei unter 1500kg liegen. Offizielle Angaben zu Höchstgeschwindigkeit und Beschleunigung gibt es noch nicht, aber der Abruzzi wird sich damit sicher in Liga 1 der Supersportwagen einordnen. Das Besondere an dem Wagen sind aber weniger die reinen Papierdaten.
Innovative Technologie
Als erstes Auto überhaupt verfügt der neueste Panoz über Anbauteile aus einem Material namens „REAMS“ (Recyclable Energy Absorbing Matrix System). Nach Angaben seiner Erfinder soll es leichter sein als Karbon bei gleicher Verwindungssteifigkeit und geringerer Empfindlichkeit gegenüber Lackschäden. Eine weitere Besonderheit: Das TRIFECTACOOLING System. Hierbei finden nicht nur herkömmliche Kühler in der Front des Wagens Verwendung sondern zusätzliche Radiatoren am Heck.
Das Design orientiert sich am typischen Panoz Stil der vergangenen Modelle mit extrem langer Nase und runder Fahrerkabine.
Limitiert auf 81 Stück
Schon der erste Rennwagen der Sportwagenmanufaktur trug den Spitzname „Batmobil“. Zur neuesten Kreation passt diese Bezeichnung mehr als je zuvor. Die zukünftigen Besitzer dürfen sich jeder Aufmerksamkeit sicher sein, vor allem wenn sie ihr Gefährt exklusiv im Rahmen des 24 Stunden Klassikers um den Kurs pilotieren. Eine Extrarunde dieser Art gibt’s gratis, ebenso wie ein spezielles Fahrertraining. Selbst die Auslieferung erfolgt in LeMans. Was der Traumwagen kostet ist uns nicht bekannt, mehr als 81 Exemplare aber wird es nicht geben.
Wer den Boliden also mal erleben will, muss vermutlich die Reise nach Frankreich antreten.
Text: Martin Englmeier
Bilder: Panoz,Autocar
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