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Audi E-Tron auf der Straße

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Der erste Gegner für den Tesla Roadster kommt von Audi.

Audi_E-Tron

Es kommt nicht oft vor, daß ein Autohersteller den ersten Roll-Out eines Prototypen der Presse mitteilt. Doch beim Thema Elektromobilität kann es gar nicht medienwirksam genug sein.  Alle deutschen Hersteller  bemühen sich um grüne Publicity. Bei den Ingolstädtern bildet der E-Tron die Speerspitze. Autos-Pur.de hat vorab die Papierdaten des für 2012 angekündigten Supersportlers mit dem Tesla Roadster verglichen.

Beschleunigung ohne Gangwechsel

Das Fahrgefühl ist bei allen Elektroautos das Gleiche. Es ist die unmittelbare, beinahe lautlose Bereitstellung von Kraft ab der Leerlaufdrehzahl, die so beeindruckt. Doch kein anderes amperegetriebenes Gefährt offeriert dieses Erlebnis bislang so geballt wie der Tesla Roadster. Ohne lästige Gangwechsel wird das Auto nach vorne geschleudert wie ein Fußball beim Elfmeterschießen. Der Elektro R8 will an dieses Erlebnis anknüpfen und verspricht eine Beschleunigung von 0-100 km/h in 4,8s. Der Zwischenspurt von 60-100 km/h soll in nur 4,1s erledigt sein.

4,1 bzw. 1,9s von 60-100 km/h

Wie schneidet der Tesla im Vergleich ab? Laut diverser Testberichte soll der Standardsprint in nur ca. 4s erledigt sein. Von 60 auf 100 hechtet das amerikanisch-englische Leichtgewicht in unter 2 Sekunden. Fast doppelt so schnell wie die Audi Studie also. In Anbetracht der entsprechenden Leistungsgewichte ist das allerdings kein Wunder. Denn während beim Tesla 292 PS auf nur ca. 1250 kg Gewicht treffen, müssen die 4 Elektroasynchronmotoren mit einer Gesamtleistung von 313 PS beim E-Tron fast 1,9 Tonnen nach vorne wuchten. Das Serienmodell soll allerdings nur ca. 1600 kg wiegen.

Schwere Akkus

Das anvisierte Gewichtsziel dürfte allerdings nicht leicht zu erreichen sein. Allein die direkt hinter den Sitzen liegende Lithium-Ionen Batterie wiegt 470 kg. Die nutzbare Kapazität des Akkus liegt bei 42,4 kwh. Zum Vergleich: Die knapp 500 kg schwere Einheit des Tesla bringt es auf 50 kwh. In Sachen Ladedauer ist der Wagen mit den 4 Ringen der schnellere: Hier steht es 2,5 zu 3,5 Stunden. Dafür bleibt der elektrisierte Bayer allerdings auch gut 100km früher stehen (248 zu 350 km).

E-Tron mit Quattro

Beim Antriebskonzept  favorisieren die Audianer ihren eigenen Weg nach Art des Hauses. Jeweils ein Elektromotor treibt jedes Rad an. Maximal 4500 Nm sollen dabei radselektiv auf die Straße gebracht werden. Wirklich aussagefähig ist dieser Wert allerdings nicht.  Entscheidend für das Beschleunigungsvermögen ist auch beim E-Antrieb einzig und allein die Leistung und in welchem  Drehzahlbereich sie zur Verfügung steht. Der 3-Phasen Elektromotor des Tesla markiert auch diesbezüglich den Maßstab. Obwohl das Aggregat bis zu 14.000 U/min erreichen kann, liegt die Maximalleistung schon bei 5100 U/min an.

Serieneinführung 2012

In Anbetracht der überlegenen Fahrleistungen des Tesla sollte freilich nicht vergessen werden, daß der Audi erheblich wesentlich mehr Platz und Komfort bereitstellen kann als der puristische Roadster aus Kalifornien. Die Platzverhältnisse gleichen im Prinzip dem R8, ob der Kofferraum im Bug allerdings in der Größe erhalten bleibt, darf bezweifelt werden. Bis zur ersten Auslieferung im Jahre 2012 wird ohnehin sicher noch viel Wasser die Donau herunter fließen. Man darf gespannt sein wie die Ingenieure die Themen Leistung, Reichweite und Ladedauer unter einen Hut bringen. Der Tesla zeigt sich diesbezüglich bereits beeindruckend ausgereift. Dabei ist er in den USA schon seit 2007 auf dem Markt.

Da kann man nur sagen: Vorsprung Tesla.

Text: Martin Englmeier

Bilder: Audi, Tesla Motors.

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