Bezaubernde Zukunft

Alfa Romeo Spider. Mehr als nur irgendein offener Zweisitzer. Spätestens seit dem Film „ Die Reifeprüfung" aus den 60ern ist der bezaubernde und zumeist rote Sportwagen ein begnadeter Frauenschwarm. Die in Genf vorgestellte Studie „2uettottanta" gibt einen Fingerzeig in Richtung kommender Spider.
Kunstname
Der Name ist ein Kunstprodukt aus Duetto (Bezeichung für den Urspider) und ottanta (italienisch für achtzig) als Symbol für die inzwischen achtzigjährige Zusammenarbeit von Alfa und Pininfarina. Die Pressemitteilung spricht von einem Auto für Liebhaber, die nicht allein auf die reinen Fahrleistungen fixiert sind, sondern vor allem auf Design und Fahrerlebnis Wert legen.
Das Interieur mit den tubenförmigen Instrumenten erscheint auf den ersten Blick wie eine Neuinterpretation der Armaturensammlung aus dem Alfa Montreal. Für unseren Geschmack etwas zu viel Retrodesign. Hinter dem Lenkrad sind 2 Schaltpaddel zu entdecken die auf ein Doppelkupplungsgetriebe hinweisen. Den Antrieb übernimmt ein 1750 ccm großer aufgeladener Vierzylinder, ebenfalls eine Reminiszenz an einen alten Alfa Klassiker, den 1750 Veloce von 1968.
Klare Linien
Wie sich der Spider mit dem klobigen Namen fährt wissen wir nicht. Styling und Design lassen aber keine Wünsche offen. Die Front mit den dünn blinzelnden LED-Scheinwerfern wirkt sportlich elegant aber nicht zu aggressiv. Die gesamte Form scheint sich aus dem charakteristischen Alfaschild zu bilden. Die markanten, scharfen Linien zeichnen klare Konturen und muskulöse Radhäuser.
Die Frontscheibe mit Alurahmen erhebt sich losgelöst von der restlichen Karosserie aus dem Inneren des Wagens ohne die definierte Seitenansicht zu stören. Die futuristischen Hutzen hinter den Sitzen beherbergen den Gurtbringer. Das Heck zeigt wie auch die Front Kante wirkt aber dennoch weich und athletisch. Die Studie ist eine überaus gelungene Interpretation des klassischen Roadsters mit vielen modernen Elementen die sich erst bei genauer Betrachtung offenbaren. Der „zweiachtzig" ist zwar einfach gezeichnet, die Oberflächenstruktur jedoch präsentiert sich komplex ohne aber zerklüftet zu wirken.
Serienproduktion möglich
Wird dieser Traum von einem Sportwagen aus 4,20m Länge und knapp 1,80m Breite so in Serie gehen? Im Hinblick auf die vermutlich horrenden Produktionskosten der aufwendigen Karosserieteile wohl eher nicht. Vielleicht modelliert Alfa eine einfachere Version mit ähnlichen Proportionen und vergleichbar verführerischem Gesichtsausdruck. Der Gerüchteküche zufolge ist dies zumindest denkbar.
Wir sind sicher: Dem Charme eines solchen Verführers würden nicht nur weibliche Interessenten erliegen.
Text und Bilder: Martin Englmeier
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