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Porsche 918 Spyder

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Die Eckdaten klingen wie die Quadratur des Kreises. Umgerechnet 3,0l Minimalverbauch aber geschätzte 680 PS Gesamtleistung auf nur 1490 kg Lebendgewicht mit vollem Tank. Damit soll eine Beschleunigung von 0-100 km/h in 3,2 Sekunden möglich sein, Spitze: 320 km/h. Selbst eine Nordschleifenzeit haben die Mannen um Michael Macht parat: Unter 7min 30s. Die Pressebroschüre betont hierzu ausdrücklich: „Schneller als der Carrera GT“.

Markantes Design

Von dem stammt der unter Strom stehende Supersportler ohne Zweifel ab. Das Karbonchassis für die Fahrgastzelle ist 1:1 dem großen V10 Boliden entliehen ebenso die charakteristische Mittelkonsole. Das Lenkrad zeigt Anleihen vom neuen 911 Turbo und offenbart bei genauer Betrachtung ein markantes Detail, nämlich einen roten Drehknopf zur Anwahl von 4 verschiedenen Fahrdynamikprogrammen: Elektro, Hybrid, Sport und Race.  Von vorne zitiert die futuristische Studie historische Vorbilder aus der schwäbischen Denkfabrik. Das bullige Heck wird von den flachen LED Leuchten und einem mächtigen Diffusor bestimmt. Besonders markant stechen die durchsichtigen Felgen und die mächtigen Sidepipes (!) ins Auge.

Raffinierte Technik

Ein starker Auftritt also mit mächtig Volt und Pferdestärken. Doch wie sind die Fabelwerte des Supersportlers überhaupt möglich?
Die Angabe für den Minimalverbrauch bezieht sich auf den Betrieb ausschließlich mit Elektromotoren über eine Reichweite von maximal 25 km. Die hinter der Fahrgastzelle sitzenden und in den Kühlkreislauf der Klimaanlage integrierten Lithium-Ionen Batterien von Sanyo sind mittels plug-in an der Steckdose innerhalb von 2 Stunden aufladbar. Natürlich wird auch während der Fahrt Energie beim Bremsen gewonnen.  Es ist zu erwarten, daß der 918 vor allem im Kurzstreckenverkehr deutlich weniger verbraucht als ein vergleichbarer Sportwagen mit Verbrennungsmotor.  Der 3.6 l V8 mit rund 500 PS stammt weitestgehend vom Rennwagen RS Spyder ab.

Enorme Traktion dank Allrad

Auf den Circuits dieser Welt profitiert die Hybridstudie von dem Möglichkeiten des Elektroantriebs. Da vorne zwei Elektromotoren ihr Drehmoment an die Räder schicken kann die Kraftverteilung an der Vorderachse an den jeweiligen Fahrzustand optimal angepasst werden. An der Hinterachse erfolgt die Kraftverteilung mittels Differential im Verbund mit einem weiteren Elektroantrieb. Da beide Systeme autark arbeiten dürfte die entsprechende Abstimmung für die Ingenieure eine gewaltige Herausforderung darstellen. Optimal komponiert verspricht der Allradantrieb enorme Traktion vor allem aus engen Kurven. Eine Fahrdynamik auf dem Niveau des Carrera GT erscheint theoretisch durchaus denkbar, obwohl der Altmeister nach klassischer Bauart immerhin etwa 110 kg weniger wiegt.

Ob sich allerdings die theoretischen Spitzenleistungen des 918 Spyder auch in die Praxis in Form eines serientauglichen Supersportlers umsetzen lassen, wird die Zukunft zeigen. Nicht umsonst erlaubt uns Porsche zum jetzigen Zeitpunkt noch keinen Blick unters Karbonkleid.

Es bleibt also abzuwarten, ob und wann der Funke wirklich zündet.

 

Text:  Martin Englmeier

Bilder: Porsche, Martin Englmeier

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