
Mit dem Umbau eines Ford Mustang fing 1984 alles an. Steve Saleen, ein ehemaliger Rennfahrer, hätte damals wohl nicht gedacht, einer der bedeutesten US-Tuner zu werden. Mit Ford Mustang Umbauten und vor allem mit dem Saleen S7 zog er die Aufmerksamkeit auf sich. Auf der New York Auto Show präsentierte Saleen sein neuestes Projekt. Der S5S Raptor ist zwar noch eine Studie, könnte aber in etwa zwei Jahren serienreif werden.
Das unterhalb des S7 positionierte Modell besticht durch ein aggressives Äußeres. Genau wie der Namensgeber. Vor vielen Millionen Jahren, waren die Raptoren schnelle und gefährliche Räuber. Der Saleen S5S Raptor hat alle Anlagen dazu, im Revier der Supersportler für Unruhe zu sorgen. Als Antriebsquelle dient ein ethanolbetriebener 5,0 Liter V8 Motor. 660 PS und 854 Nm Drehmoment machen den Raptor 322 km/h schnell. Wichtiger ist jedoch die Beschleunigung. Von Null auf Hundert geht es in knappen 3,2 Sekunden.
Die Kraft wird mittels eines 6-Gang Schaltgetriebes oder auf Wunsch mit einem sequenziellen Getriebe per Paddels am Lenkrad, auf die Hinterräder übertragen. Wie es um die fahrdynamischen Qualitäten des S5S Raptor steht, können wir bisher nur erahnen. Mit einem Gewicht von ca. 1.526 kg (Alu-Chassis), den Doppelquerlenker-Achsen, 20 Zoll Reifen in 275/35 (v.) und 315/35 (h.) dürfte das ganz gut ausfallen. Für Sicherheit sorgt die große Bremsanlage mit vorne 6-Kolben Bremssätteln und 381mm großen Scheiben, sowie 2-Kolben und 308mm hinten. Ebenso an Bord sind ABS und ESP.
Ob, wann und wie er kommt, ist fraglich. Eine Bitte an Saleen. Wenn ihr ihn baut, dan bitte ganau so. Mit den schönen vielen Luftein- und Auslässen. Das bis ins Heck gezogene Glasdach und der rennmäßige Diffusor. Ob der angegebene Preis von umgerechnet knapp 120.000,- Euro realisiert wird, muss man abwarten. Schön wäre es.
Text: Dirk Schmied
Bilder: Saleen
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