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Edo competition Carrera GT

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Veredelte Porsche Carrera GT findet man nicht viele. Zu sehr perfekt und bis ins Detail abgestimmt sind die Fahrzeuge bereits ab Werk.

Die bekanntesten Umbauten dürften von Techart und Gemballa kommen. Techart behielt die Optik bis auf kleine Details weitgehend bei. Beim Motor wird die Leistung behutsam von 612 auf 635 PS gesteigert. Gemballa zeigt mit dem Mirage den bislang größten Schritt. Hier wurde die komplette Karosserie in ein spektakuläres Kunstwerk umgebaut. Motorisch wagt man sich auf 650 PS.

Bis zu 770 PS für den 10 Zylinder Sauger

Das Potential des 5.7 Liter V10 Saugmotors ist aber noch lange nicht ausgereizt, dachte sich Edo Karabegovic Chef von edo competition Motorsport. Womit er vermutlich Recht hat. Wer nach einem Termin zur Kraftkur die heiligen Hallen von edo competition verlässt, kann mit bis zu 770 PS nach Hause fahren. Drei Leistungsstufen werden angeboten.

In Stufe 1 erreicht der 10 Zylinder 670 PS und 640 Nm Drehmoment. Die Höchstgeschwindigkeit wird mit über 345 km/h angegeben. Der Sprint auf 100 mit 3,4 Sekunden. In Stufe 2 sind es gar 715 PS und 690 Nm. Der Topspeed liegt hier bei über 355 km/h. Erreicht wird die Leistungssteigerung durch ein modifiziertes Ansaugsystem, Sportluftfiltern,  neuer Motorelektronik, neuen Krümmerabgaskatalysatoren und eine neue in Edelstahl gefertigte Sportabgasanlage mit elektronischer programmierbarer Klappensteuerung. In Stufe 2 werden zusätzlich die Zylinderköpfe überarbeitet.

Motor von 5,7 auf 6,0 Liter vergrößert

Um die 770 PS in der 3. Stufe zu erreichen, muss gebohrt werden. Die 5.7 Liter des V10 werden auf 6.0 Liter vergrößert. Zusätzliche gibt es neue Nockenwellen und Kolben. Das maximale Drehmoment bleibt bei 690 Nm wie in Stufe 2. Die Höchstgeschwindigkeit wächst lt. edo bis auf über 365 km/h.

Durch die neue Abgasanlage, welche in zwei verschiedenen Lautstärken lieferbar ist, wird der Sound des Carrera GT dumpfer und sonorer. Allein dadurch wächst die Leistung um 25 PS und 30 Nm. Ein weiterer Vorteil ist die Gewichtsreduzierung um 18 kg.

Heckflügelprofil aus Carbon

Aerodynamisch wurde kaum etwas verändert. Lediglich das Heckflügelprofil wurde komplett aus Carbon gefertigt. Das Mittelteil der Abrisskante fährt mit dem ausfahrbahren Heckflügel aus und produziert zusammen mit den feststehenden Spoilerkanten links und rechts zusätzlichen Abtrieb an der Hinterachse.

Wer es auf die harte Tour möchte, kann auch ein Rennfahrwerk ordern, welches für den Motorsport konzipiert wurde und verschiedene Einstellungen erlaubt. Optional wird eine elektro-/hydraulische Höhenverstellung für die Vorderachse angeboten.

345er Schlappen auf der Hinterachse

Für mehr Bodenhaftung soll die neue Rad/Reifenkombination sorgen. Der 18 Zoll Schmiedesport-Radsatz im neuen Design ist bestückt mit Michelin Pilot Sport Cup Reifen in den Größen 265/35 18 und 345/30 18. Die Keramikbremse blieb bis auf neue Bremsbeläge von edo competition unangetastet.

Im Inneren wurden lediglich neue Recaro-Ledersportsitze und 6-Punkt Gurte verbaut. Hier ist weniger auf Schnickschnack als auf Performance geachtet worden. Wer also die Möglichkeiten seines Carrera GT gelegentlich auf der Rennstrecke nutzen möchte, ist bei edo competition sicherlich an der richtigen Adresse.

 

Text: Dirk Schmied

Bilder: Edo Competition

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