
Grundsätzlich kümmert sich FAB Design um Fahrzeuge von Mercedes. Autos wie der SL Wide Body oder auch Maybach und SLR, kennt man bereits. Extrem breite Karosserien mit riesigen Kühlluftöffnungen und wuchtigem Zierrat gelten als Erkennungsmahl der Schweizer Tuning Firma.
Warum es diesmal ein Porsche ist, liegt an der Tatsache, dass FAB Design sein Programm um die FAB-Exclusive-Line erweitert hat. Zumeist auf Kundenwunsch entstehen hier Kleinstserien von anderen Luxus-Marken. Immer auf eine maximale Stückzahl von 15 limitiert. Der Panamera ist das erste Fahrzeug in der Serie, das nicht zum Daimler Konzern gehört. Und es wird lt. FAB Design wohl nicht das letzte sein.
Serien Panamera zu konservativ
Für die Schweizer (Mellingen) ist der Porsche Panamera zu konservativ gezeichnet. Wie unser Fahrbericht mit dem Panamera Turbo gezeigt hat, fällt der eigentlich schon ganz gut auf. Doch in der Welt der Supersportwagen und Luxus-Limos gelten andere Maßstäbe. FAB Design entwickelte deshalb erst mal ein avantgardistisches Wide-Bodykit für den Porsche. Die einzelnen Teile zu beschreiben, würde den Rahmen sprengen. Bilder sagen mehr als Worte.
Fronthaube und andere Anbauteile sind aus Carbon gefertigt. Im Rückspiegel betrachtet, dürfte der Porsche leicht angsteinflößend sein. Trotz des wuchtigen Auftritts – 16cm breiter - erkennt man eine gewisse Eleganz. Die Linienführung lässt die Limousine beinahe wie ein Coupé aussehen. Die Proportionen stimmen. Am neu gestalteten Heck fallen besonders der große Heckdiffusor und der Heckflügel auf, der vom Dachspoiler optimal angeströmt wird. Die drei mittig platzierten trapezförmigen Endrohre runden das Letzte was man vom FAB Panamera sehen wird ab. Chef Roland Rysanek lag besonders das umstrittene Hinterteil des Porsches am Herzen.
Schritt 1: 580 PS / Schritt 2: 700 PS
Die von Haus aus kräftigen 500 PS des Panamera Turbo reichen in der Regel aus, um so ziemlich alles hinter sich zu lassen. Leistungsmangel – Fehlanzeige. Wie schon erwähnt, gelten in dieser Liga aber andere Richtlinien. Also wird auch der turbobefeuerte 4,8 Liter V8 einer Spezialkur unterzogen. Das Resultat sind zunächst einmal 580 PS. Allein durch Änderung der Motorelektronik. 800 Nm Drehmoment sind eine Ansage. In 3,8 Sekunden sollen 100 km/h erreicht sein. Obenraus läuft der Panamera Wide-Body immerhin 311 km/h.
Eine weitere Ausbaustufe soll in naher Zukunft stolze 700 PS bereithalten. Neue Lader vorausgesetzt. Dann dürfte so richtig der Punk abgehen. So ein Auto braucht selbstverständlich auch das richtige Schuhwerk. 265/30 R 22 und 325/25 R 22 lauten die Maße der 3teiligen, geschmiedeten Leichtmetallräder bzw. der Reifen von Pirelli (P Zero Nero). Ein Tieferlegungsmodul senkt die Karosserie um rund 20 Millimeter ab.
Polarisierender Innenraum
Innenräume lassen sich meist recht individuell einrichten. Der Geschmack des Piloten bzw. der Beifahrerin – oftmals ausschlaggebender – geht meist recht weit auseinander. Weshalb man sich an der gezeigten Variation in beige, in Verbindung mit dem goldenen Straußenleder nicht unbedingt aufhängen sollte. Mir persönlich wäre es to much, aber die Geschmäcker sind ja bekanntlich verschieden. Muss ja auch nicht.
Für Ambiente im Interieur sorgt die HighTech-Ambi-Light Beleuchtung, die auf LED-Technik basiert und stimmungsvolles Licht in den Innenraum zaubert. Kann seine Vorteile haben. Intensität und Farbe sind einstellbar.
Nächster Streich: ein Italiener
Preislich bewegt sich der FAB Design Panamera ohne Extras bei 243.444 Euro. Also rechnen wir mal mit rund 300.000 Euro. Das Auto polarisiert. Für den einen der Hammer, für den anderen ein absolutes No go. Ganz FAB Design eben. Eine Aerodynamik Schmalversion des Panamera ist geplant. Ebenso der nächste Ausflug außerhalb des Daimler Konzerns. Es soll ein Italiener sein. Wir tippen mal auf einen Lamborghini. Mal gespannt.
Text: Dirk Schmied
Bilder: FAB Design, Dirk Schmied
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