
Hochrangige römische Feldherren, die eindrucksvolle Triumphe feierten, wurden Imperatoren genannt. Nicht weniger eindrucksvoll ist Hamanns Beitrag zum Thema Bentley Continental GT.
Die komplette Front musste umgebaut werden, um die großen Lufteinlässe und die Tagfahrlichter unter zu bringen. Der geänderte Luftstrom an der Nase verbessert die Aerodynamik und reduziert den Auftrieb an der Vorderachse. Am Auffälligsten sind die Kotflügelverbreiterungen, die nicht nur spektakulär aussehen und das Fahrzeug gestreckter aussehen lassen, sondern auch um ganze 70mm verbreitern. Auch die dicken Backen haben eine Funktion. Sie sollen den Luftstrom um die Flanken beruhigen. Ist die Luft erst einmal hinten angelangt, pressen Spoiler und Diffusor den Imperator Richtung Asphalt.
21 Zöller für bessere Bodenhaftung
Bodenhaftung ist immer gut. Gerade bei solch einem Kaliber. Auch eine Frage der richtigen Rad-Reifenkombination. Hamann bietet seine neue Felge Anniversary Race „Anodized“ in den Größen 10,5Jx22 Zoll (265/35 R 22) vorne und 11,0Jx22 Zoll (305/30 R 22) hinten an. Das leichte, mehrteilige, geschmiedete Rad verfügt über ein hochglanzpoliertes Felgenhorn sowie einen schwarz-eloxierten Felgenstern. Eine Nummer kleiner macht die Design Edition Race Anodized genannte Felge kaum weniger her. Merkmale des ultraleichten Schmiederades sind der schwarze Felgenstern mit Titanverschraubung, sowie ein hochglanzpoliertes Felgenhorn. Das 21 Zoll Rad gibt es mit Reifen der Größe 295/30 R 21.
Nicht fehlen darf natürlich die Tieferlegung. Spezielle Fahrwerksfedern bringen das Luxuscoupé vorne um 30mm und hinten um 20mm nach unten. Sieht nicht nur gut aus, auch das Handling soll sich dadurch deutlich verbessern. Bei solch einer Optik darf eine Leistungssteigerung nicht fehlen. Änderungen an der Motorsteuerung des 6,0 Liter W12 Biturbo und an den Sportendschalldämpfern mit ovalen Endrohren, bringen einen ordentlichen Leistungszuwachs.
840 Nm Drehmoment verteilt auf alle Viere
Der 610 PS starke Continental GT Speed leistet nach der Hamann-Kur stolze 650 PS und wuchtet nun 840 Nm Drehmoment auf alle Viere (vorher 750 Nm). Der normale Continental GT mit 560 PS und 650 Nm legt im Vergleich noch mehr zu. Plus 70 PS, also 630 PS und 830 Nm (plus 180 Nm) machen natürlich Laune. Die Fahrleistungen verbessern sich geringfügig. Bei beiden Versionen soll sich der Topspeed um 5 km/h erhöhen. Dass die Werte nicht höher ausfallen, liegt an der breiteren Karosserie und den größeren Rädern.
Auch im Innenraum lässt sich das ohnehin schon luxuriöse Ambiente des Continental GT nochmals verschönern. Leder, Carbon, Klavierlack oder Alcantara. In allen Variationen. Ein Highlight ist das neu gestaltete 3-Speichen-Sportlenkerad, das alle Funktionen des Serienlenkrades vereint und besser in der Hand liegen soll. Hauptabnehmer des Hamann-Imperators dürften wohl Popstars, Spitzensportler und Scheichs sein. Aber auch die Römer hätten ihre Freude daran gehabt.
Text: Dirk Schmied
Bilder: Hamann
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