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Mucar Ford Mustang V6 Cabrio

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Der Mustang Flüsterer.

Heidelberg/Kirchheim. Seit vielen Jahren ist mir diese Gegend bekannt. Die Schmitthennerstraße bin ich unzählige Male hoch und runter gefahren. Eine alte Freundin wohnt dort. Dass in dieser Straße ein Schatz verborgen ist, habe ich jedoch erst vor kurzem Erfahren.

Ein Schatz für Mustang Fans. Von Außen kaum sichtbar, verbirgt sich hinter einem großen Garagentor, die Firma Mucar und dessen Inhaber Jan Zanker.

Angefangen hat es bei ihm Mitte der 70er Jahre mit dem Ford Capri. Als dieser eingestellt wurde, stieß Jan auf den Mustang und entwickelte sich bis heute zu einem absoluten Spezialisten auf diesem Gebiet. Der gelernte Altenpfleger hat es sich zur Aufgabe gemacht, Interessenten und Besitzern mit Rat und Tat zur Seite zu stehen. Und das in allen Bereichen. Sei es das Fahrzeug selbst, Tuning, Fahrzeugkauf oder die Tücken des Imports.

Sound wie ein Achtzylinder

Das hier vorgestellte Mustang Cabrio wurde von seinem Besitzer blind im Internet gekauft und von Amerika importiert. Danach ging es zu Mucar um das Vollblut in Form zu bringen. Beim ersten Hinschauen sticht natürlich die Farbe und der bullige Auftritt ins Auge. In Kombination mit der Tieferlegung um 35mm (Vogtland) und den 18 Zoll Rädern (vorne 8,5x18 245/45, hinten 10,5x18 275/40) wirkt der V6 eher wie seine größeren V8 Brüder. Und er hört sich auch so an. Was an der V8 Edelstahl-Auspuffanlage (ab Katalysator) von PYPES-Performance Exhaust Systems liegt.

Für mehr Leistung sorgt nicht nur die Auspuffanlage und das geänderte Ansaugsystem, sondern auch das Softwareupdate (X-Calibrator3). Aus 211 Serien-PS des 4,0 Liter V6 werden etwa 245 muntere Mucar-Pferde. Die Software ist jedoch nicht nur für den Power-Zuwachs zuständig, sondern regelt auch viele weitere Funktionen des Fahrzeugs. Unter anderem die V-Max Aufhebung des auf 185 km/h begrenzten Amerikaners. Welcher jetzt etwa angemessene 225 km/h läuft. Geändert mussten auch die Getriebeschaltpunkte, welche an die deutschen Autobahnverhältnisse angepasst wurden. Ebenso lässt sich der Motor auf E85 Biosprit einstellen.

Bremsanlage vom GT

Mächtig Eindruck hinterlässt die große Lufthutze (CDC Shaker Hood) auf der Motorhaube, die normalerweise eher große V8 Modelle oder Dragster schmückt. Ebenfalls von CDC sind die verbauten Spoiler. Für die nötige Verzögerung ist die Bremsanlage vom GT, und Bremsbeläge von HAWK Performance verantwortlich. Der Innenraum bleibt weitgehendst Serienmäßig. Lediglich das Shaker Soundsystem  und das Color Display Rückfahrsystem gibt es obendrauf. Was natürlich jeweils am Geschmack des Besitzers liegt. Denn machbar ist bei Mucar fast alles.

Einige Teile werden selbst entwickelt. Dabei helfen auch die Erfahrungen aus der Zusammenarbeit mit einem befreundeten Rennteam und den Jahren, als Jan Zanker als Renn- und Testfahrer unterwegs war. Wer mehr über die unzähligen Möglichkeiten der Mustang-Veredelung erfahren möchte, sollte mal unter www.mustang-tuning.de schauen. Noch besser ist ein persönliches Gespräch mit dem Mustang-Flüsterer. Mit unglaublicher Geduld gibt Jan seine Erfahrungen weiter. Und hier kommen die wahren Schätze zum Vorschein.

 

Text und Bilder: Dirk Schmied

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