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Techart GTstreet RS

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Beim Namen GTstreet stellen Kenner und Fans die Ohren auf. Seit dem Jahre 2001 steht das Topmodel des Leonberger Porsche-Tuners, auf Basis des Turbo, für Power, Fahrdynamik und Exklusivität, gepaart mit Alltagstauglichkeit.

Und ist in dieser Hinsicht kaum zu toppen. Egal ob Tuner Grand Prix oder Nürburgring-Nordschleife, der GTstreet konnte überall seine Duftmarke setzen. Doch ausruhen gibt es in dieser Branche nicht, denn mittlerweile hat auch die Konkurrenz heiße Eisen im Feuer. Selbst der Serien GT2 spielt in einer Liga, in der vor kurzem noch der Carrera GT der unangefochtene König war.

Eindrucksvolle Demonstration beim Tuner Grand Prix

Einzig logische Konsequenz ist aufrüsten. Man nehme also die hervorragende Basis eines GT2 und verwandle diesen in eine furchterregende Zeitvernichtungsmaschine. Präsentation des RS war auf dem Hockenheimring anlässlich des Tuner Grand Prix 2008. Julius Cäsar hätte seine Freude daran gehabt, denn er kam, sah und siegte. Abgesehen vom knapp geschlagenen Turbo von Cargraphic, ließ er seinen Mitstreitern nicht den Hauch einer Chance.

Die gefahrene Zeit von 1.06:811 auf dem kleinen Kurs zeigt deutlich, welch hohes Niveau hier erreicht wurde. Ein Serien GT2 benötigt etwa 3 Sekunden länger. Selbst der Carrera GT hinkt über eine Sekunde hinterher. Um in solche Regionen vorzustoßen, müssen tiefgreifende Verbesserungen vorgenommen werden. Schlüsselstellen sind Aerodynamik, Motor und Fahrwerk. Jedes für sich noch kein Garant für diese Überlegenheit, aber perferkt abgestimmt, wird der RS zur Präzisionswaffe.

Hohe Abtriebswerte

Bereits auf den ersten Blick wird klar, dass es sich nicht um einen normalen Elfer handelt. Die zahlreichen Anbauteile aus Carbon sehen nicht nur gut aus, sondern erfüllen ihren Zweck. Das Zusammenspiel aus neuer Frontschürze, Aero Motorhaube, Seitenschweller, Heckspoiler und Heckschürze, Diffusor sowie diversen Splitter und Flaps, ermöglicht hohe Abtriebswerte. Bereits bei 140 km/h erreicht der GTstreet RS jeweils 10 kg Abtrieb an Vorder- und Hinterachse.

530 PS in der leichten GT2 Karosse sind schon ein Wort und beeindrucken nachhaltig. Was 700 PS im Techart anstellen, bedarf  nicht viel Fantasie, um sich dieses Spektakel vorzustellen. In Zahlen ausgedrückt sind das 3,4 Sekunden auf 100 km/h und 9,9 Sekunden auf 200 km/h. Erreicht wird dieser Leistungsschub durch neue Turbolader, Hochleistungsladeluftkühler, speziellen Krümmern, Ansaugrohre, Sportluftfilter, Druckfühler, einer überarbeiteten Motorelektronik und einer Sportauspuffanlage mit Klappensteuerung.

Gewaltige 860 Nm Drehmoment

Die Höchstleistung wird bei 7000 U/min erreicht. Nicht minder Eindrucksvoll ist das enorme Drehmoment von 860 Nm bei 4500 U/min. Die Jungs von Techart sind keine Blender. Daher kann man davon ausgehen, dass die Leistung erfahrungsgemäß eher etwas nach oben streut.

So viel Leistung muss auf die Straße gebracht weden. Optional erhältlich ist das speziell abgestimmte Gewindefahrwerk für den GTstreet RS. Dicke Michelin Pilot Sport Cup Reifen in den Dimensionen 245/30 ZR 20 vorne und 315/25 ZR 20 hinten sorgen für ordentlich Haftung. Montiert werden die weichen Gummis auf Techart Formula III forged Felgen in den Größen 8,5Jx20 vorne und 12Jx20 hinten.

Die Preise für den Techart GTstreet RS beginnen bei ca. 350.000 Euro. Inclusive der Gewissheit, das derzeit schnellste Fahrzeug für die Rundstrecke zu besitzen.

 

Text: Dirk Schmied

Bilder: Techart

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